Von Pferden und Adlern
Wie die Mongolen sind auch die kirgisischen Nomaden im Sattel geboren und talentierte Reiter. Die Hochebene von Song Kul ist Kirgistans berühmteste Sommerweide und bietet eine unglaublich schöne Szenerie. Am 2500 Meter hoch gelegenen Song Kul See wird unser Team Augenzeuge bei einem traditionellen Pferdefestival.

Ein Spiel sieht vor, dass ein junger Mann ein Mädchen auf dem Pferd einholen muss, damit er sie dann küssen kann. Gelingt es ihm nicht, dann wird er von ihr mit der Peitsche verfolgt.
Für unser Team Ansporn genug um selbst auf die Pferde zu steigen, auch wenn Nina das Spiel nicht nachahmen wollte... Aber wie ihr seht machen unsere Athleten nicht nur an der Felswand eine gute Figur.

Stephan war so fasziniert von den Einheimischen, dass er dann doch mal ein paar eigene Reitkünste unter Beweis stellen musste.

Ein weiteres Highlight bot sich dem Team am Issyk Kul See. Das Wahrzeichen Kirgistans und zu Zeiten der Sowjetunion begehrtestes Urlaubsziel. Ein Muss für die Gruppe: ein Sprung in das glasklare, leicht salzige Wasser des Sees. Stephan und Nina schwimmen weit hinaus und genießen die Frische und die schneebedeckten Berge im Hintergrund. Am östlichen Ende des Sees liegt Karakol - einst russische Militärbasis und heute vor allem Ausgangspunkt für Trekkingtouren in die Berge des Tianshan. Seit vielen Jahrhunderten werden hier Adler dressiert, um sie zur Jagd auf junge Wölfe, Füchse und Hasen einzusetzen.

Das Team staunt wie treffsicher der Adler herabstößt und ein Kaninchen erlegt. Der Meister der Adler heißt hier "Berkutschi" und er erzählt, wie er den gefährlichen Weg ins Gebirge unternimmt um aus einem Adlerhorst ein Ei zu stehlen und es daheim ausbrüten zu lassen.
So viele neuen Eindrücke müssen verarbeitet werden und wie geht das besser als bei einem Abendessen mit kirgisisch-italienischen Spaghetti? Zum Abschluss des Tages wird zwischen einem Busch und dem Kleinbus eine Slackline gespannt. Darauf balancieren nicht nur die Athleten sondern auch der Koch und vorbeikommende Kirgisen. Man kann nicht nur Brücken zu anderen Kulturen schlagen - auch Slacklinen verbindet!
Beste Grüße Michi Mammut
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